Filme für jeden Geschmack

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Sie sind die coolsten wenn sie cruisen! Oder doch nicht?

Die 80er Jahre. Jahrzehnt der Neonfarben, der NDW und der zeitlosen Fernsehserien. Diejenigen, welche in den 80ern und frühen 90ern ihre Kindheit und Jugend verlebten wuchsen mit den coolsten Helden EVER (!!!) in der Fernsehgeschichte auf. Ehemalige Soldaten, die sich als Söldner durchschlagen müssen, weil unehrenhaft entlassen für ein Verbrechen, das sie nicht begangen haben. Oder geniale Physiker-Agenten, die mit ihrem Taschenmesser die Welt retten. Oder aber moderne Kampfhubschrauber, Verbrechen lösende Stuntmen und und und. Doch einer erstrahlte in einer Coolness, die alle Frauenherzen schmelzen lies und in Männern den Neid auf sein üppiges Brusthaar hervorruf. Und natürlich das Auto, welches mit seiner KI selbst heute noch unvorstellbar genial ist. Die Rede von Mr. David H. persönlich, in der Serie geboren als Michael Long und nach der Pilotfolge jedem besser bekannt als Michael Knight – der Knight Rider!
Der Originalserie folgten zwei Ableger, namentlich „Team Knight Rider“ (nicht wirklich KR, aber schon ganz okay) und das Remake von 2008, das nach nur einer Staffel eingestellt wurde und welche hier, vom Piloten mal abgesehen, noch ungesehen im DVD-Regal steht.

Was viele aber nicht wissen ist, dass es Anfang der 90er Jahre auch einen Film mit der Serie als Hintergrund gab. Und zwar spielt dieser ein paar Jahre nachdem Michael Knight sich von der „Foundation für Rechts- und Verfassungsfragen“ trennte um (wie man im Laufe des Films erfährt) sein Leben als Barschzüchter verbringt, der gerne mal ein wenig an seinem alten Auto schraubt. Wir schreiben das Jahr 2000 (wir werden also utopisch). Daher auch der Titel des Machwerks:

Und die Welt hat sich verändert. Sehr sogar! In den großen Städten sind letale Waffen verboten und die Polizei hat deshalb ihre eingeschmolzen. Stattdessen feuert man mit betäubenden Ultraschallwaffen, um die Verbrecher nur zu betäuben, was allerdings ziemlich ultradämlich ist. Hätte man da nicht einen Schwall freedom nach dem man so lange gelooked hat abfeuern können und mit einem „Is everybody happy“ die Entwafnungen vornehmen? Außerdem hat der amerikanische Präsident soeben Frieden mit England geschlossen. Wieso wird nicht verraten, aber es ist anzunehmen, dass die Tommys ob der ziemlich… ähm unsinnigen Ultraschallwaffen gedacht haben den US of A wegen des verlorenen Krieges im 18. Jahrhundert mal so richtig in den Weltmachtsarsch zu treten. Aber das wichtigste im Y2k (um mal wieder die schlimmsten Phrasen der Spätneunziger auszugraben und es werden sicher noch weitere Folgen) ist der Ölpreis. Denn dank moderner Biotechnologie kann man Sprit auch synthetisch herstellen, weshalb der Preis für einen Barrel Rohöl auf 10 Cent gesunken ist. Ja, so wird’s im Jahre 2000 werden, wenn es nach den Machern des Films geht. Und wie wir alle wissen ist es ja auch so gekommen. Invers betrachtet.

Ach schönes Utopia. Und als ob diese Entwicklungen nicht schon gut genug wären, hat man endlich auch noch einen Weg gefunden, wie man die überfüllten Gefängnisse entlastet und gleichzeitig noch die Haushaltslöcher stopft. Und zwar indem man die Gefangenen in Kryostasiskammern einfriert und damit 5 Milliarden Dollar spart.Vielleicht sollte unsere Regierung sich das mal zu Herzen nehmen. So kann man Geld sparen und den Anstieg der Verbrechensrate unter Jugendlichen extrem senken. Der moderne Urlaub in Sibirien sozusagen. (Und was der Herr Sarazin machen würde wenn er von der Einfriermethode wüsste…). Und so sehen wir als erstes auch gleich einen Raum in diesem Frostgefängnis und werden Zeuge wie ein gewisser Thomas J. Watts aufgetaut wird. Warum? Wird nicht erklärt. Egal, wir machen einfach mal, wird schon nicht so schlimm sein, vielleicht soll er einfach nur mal Sonne tanken.
Und weiter geht’s auf einem Polizeirevier – nennen wir es einfach generisches Polizeirevier 911. In diesem werden wir Zeuge eines langen aber für den Film nicht wirklich relevanten Gespräches zweier Cops. Interessant ist aber, dass die Forderungen nach Unisex-Umkleiden für Polizisten hier gefruchtet zu haben scheinen.
Plötzlich und ohne Vorwarnung wechseln wir dann auch schon wieder den Schauplatz. Unsere beiden Cop-Freunde und ihre Kollegen befinden sich scheinbar auf einem Empfang, zum Schutze des Bürgermeisters wie sich kurz darauf herausstellt. Doch was passiert da vorm Haus? Während die blonde Polizistin, die wir schon im Revier kennenlernen durften, noch was aus dem Streifenwagen holt, nimmt ein maskierter Mann eine Waffe – und zwar letal – aus dem Handschuhfach seines Wagens und rennt in den Turm, in welchem gerade die Festivität stattfindet. Und um es schneller zu machen als der Film, der sich mit dieser Szene knapp 10 Minuten aufhält: Ja, der Mann stürmt rein und ja er knallt den Bürgermeister ab, weil die Gesetzeshüter sich gerade mit Chicken-Wings beschäftigen und recht spät reagieren. Und natürlich rennt er auch wieder raus (mit dem Vize des Meisters der Bürger als Geisel), wo er dann sogleich von der jungen Polizistin entwaffnet wird (mit Ultraschall natürlich). Verfolgen hat keinen Sinn, aber sie findet die Waffe des Täters und dem seltsamen Blick auf ihrem Gesicht kann man entnehmen, dass damit scheinbar irgendwas großes absolut nicht stimmt…

Oh meine Susi... Mist, falscher Film!

Szenenwechsel. Ja, die passieren hier sehr schnell und in Zeitabständen, die Einsteins Relativitätstheorie bestätigen. Denn hier sind sie besonders relativ. Meist relativ schnell vergangen in einer Weise, dass mehrere Wochen innerhalb eines Szenenwechsels abgehandelt werden, wobei kürzere Handlungsstränge länger dauern. Hab ihr nicht kapiert? Macht nix, ich auch nicht. Aber nun weiter im laufenden Text. Wir befinden uns an einem runden Tisch – ein Roundtable sozusagen. Nur dass hier keine seltsamen Filmnerds sitzen sondern der Bürgermeister (ehemals nur Vize) die Chefin der Polizeibehörde, der leitende Wissenschaftler der Knight Foundation und Devon Miles, britischer Kautz und Vorgesetzter von Michael Knight in der Serie. Die beiden Knights (hmmm, Knight heißt Ritter. Haben die was mit den Schokoladentypies zu tun?) stellen gerade ihr neues Auto vor: Den Knight Industries Four-Thousand.

Das Auto der Zukunft ...-kunft ...-kunft ...-kunft...

Interlude:
Kleines rumgenerde am Rande. Also, in der Original-Serie haben wir K.I.T.T. was für „Knight Industries Two-Thousand“ steht. K.I.T.T. ist die Erweiterte und wesentlich verbesserte Variante von K.A.R.R., was für „Knights Automatic Reacting Robot“ steht. Den Fakt, dass die Nummer drei nach K.I.T.T. Ausgelassen wurde und erst in der Neuauflage der Serie auftaucht lassen wir da mal einfach beiseite. Aber, wenn wir davon ausgehen, dass die Namen der Autos der Foundation aus den Anfangsbuchstaben der Wörter ihrer Bezeichnung bestehen müsste das neue Auto K.I.F.T. heißen. Eine Aufforderung an die Jugend? Oder ein versteckter Hinweis, wie man den restlichen Film übersteht (versteckt, weil man nur drauf kommt, wenn man ein wenig bescheuert ist und sich solche Gedanken macht)? Egal, macht hier ja ohnehin nix mehr aus.

Weiter im Programm.
Das Auto wird also vorgestellt, bzw. eine Animation der Karre. Wenn man sich an den schönen guten alten Trans-Am erinnert, dann wird man das neue Auto nicht sehr mögen. Zu glatt, zu wenige Kanten, zu rot. Aber das ist wohl eine Sache des Geschmacks. Aber der gute Alte K.I.T.T. gefällt mir nunmal am meisten. Und mein Geschmack ist gut. Den Rest denkt euch selbst. Wie dem auch sei. Es entbrennt eine heftige Diskussion ob es nun mehr Polizisten braucht und den Sinn der Foundation. Sehr schön auch die Antwort auf den Fakt, dass die Stadt (welche wird nie gesagt) eine der ersten war, die Handfeuerwaffen und Todesstrafe abgeschafft haben: „Das mag ja andersow möglich sein, aber nicht bei uns!“ Und das aus dem Mund eines Mannes von der Knight Foundation. Ja, die guten alten USA! Am Ende kommt es dann zu folgendem Beschluss: Die Foundation hat 30 Tage Zeit aus ihrem Autoteile-Bastelkasten einen Prototypen zusammenzukleistern und um so das Arrangement mit der Stadt weiter bestehen zulassen. Doch wie macht man das? Da ist guter Rat teuer und weil man kein Geld hat weicht man eben auf Michael Knight aus.

Wie damals in der Koje vom Truck...


Und so taucht er das erste mal im Film auf. The Man, the Myth, the Hoff!!! The one and only Mastermind of the 80’s. Aber, wer hätte das gedacht, Michael will nicht mehr zur Foundation und Devon muss mit einem Versprechen argumentieren, das Michael Long dem Gründer der Foundation, Wilton Knight, geben musste bevor er zu Michael Knight wurde. Wer die Szene in voller Herrlichkeit betrachten will, der greife zur ersten Box der DVD-Veröffentlichung und schaue sich die Pilotfolge an. An sein Versprechen erinnert kann Michael nicht anders: Er muss unter diesen Umständen natürliche helfen. Und da jubiliert der Nerd in mir. Endlich, endlich seh ich ihn wieder. Mein Traumauto aus Kindertagen – the one and only K.I.T.T.

Introducing: K.I.T.T.


Doch alles was von ihm noch übrig ist befindet sich in einem Umzugskarton. „Das Auto war keine Wertanlage, deshalb haben wir ihn zerlegt und die Einzelteile verkauft.“ So die Worte des Vorsitzenden der Foundation. Und Michael und Devon sind sauer. Und ich erst. K.I.T.T. keine Wertanlage? Ich kenne ne Menge Leute, die für dieses Auto töten würden. Oder ne Bank ausrauben. Aber es ist nicht mehr zu ändern. Der Trans-Am ist nicht mehr komplett.

Um ein wenig runterzukommen schauen wir mal was unsere Cop-Freunde gerade machen. Die Blonde, Shawn mit Namen (jo, das ist ne Frau), unterhält sich mit ihrem Partner und gibt ihm die gefundene Waffe. Eine alte Polizeiknarre, wie sie berichtet. Da hat der geneigt Zuschauer also seine Fähigkeiten in Overactor-Gesichtern zu lesen richtig angewandt.

Hmm, 50 Dollar klingt echt verlockend!


Der verspricht alles untersuchen zu lassen und verabschiedet sich. Shawn geht in ihre Wohnung und da geben die lieben Kollegen eine Überraschungsfeier zu ihrem Geburtstag. Hach ist das schön.
Weniger schön ist derweil Michaels Aufgabe mit seinem glühenden Kolben seinen alten Kumpe wieder zusammenzubasteln. Und so lötet er lustig herum und unterhält sich mit Devon. Was uns in der Handlung auch nicht weiterbringt. Aber dem Ende fünf Minuten näher.

Am nächsten Tag sehen wir dann Shawn auf Streife. Und da passiert ein Überfall, den die Gute beobachtet. Da fackelt sie nicht lange und nimmt die Verfolgung auf. Oder rennt vor der schrecklichen Synthiemucke weg. Suchts euch aus. Der Täter stürzt dann irgendwann und verliert seine Waffe. Eine 9mm Polizeiknifte, wie sich zeigt. Doch bevor die Gesetzeshüterin zur Festnahme schreiten kann, demaskiert sich der Täter und entpuppt sich als Täterin. Als Shawns Kollegin um genau zu sein. Und dann taucht auch noch der Täter von der Feier auf. Dieser wird übrigens von Mitch Pileggi gespielt, Direktor Skinner aus den X-Files. Und der schießt ihr mit AN DIE SCHLÄFE AUFGESETZER WAFFE in den Kopf.

Doch natürlich ist sie nicht tot. Der übrige Teil ihres Hirns lebt noch und so geht es schwupps in Krankenhaus. Und Chefin will unbedingt wissen wer das war und ordert somit an die Lebensrettung zu verschieben und ihr Gehirn auszulesen. Das allerdings bringt ihr keine Erkenntnisse und uns nur eine weiter echt langweilige Szene die es innerhalb von knapp 5 Minuten schafft nichts zu schaffen, außer den Film dem Ende näher zu bringen. Und im Endeffekt ordnet sie Polizeichefin dann auch an die junge Beamte sterben zu lassen, weil der Etat schon zu weit ausgeschöpft wurde und eine partielle Hirntransplantation nicht im Limit liegt Doch das will der behandelnde Onkel Doktor nicht einsehen und weil eine partielle Hirntransplantation heute ja ein Standardeingriff ist macht er sie trotzdem. Ich glaub ich brauch auch ne Hirntransplantation. Aber keine partielle, denn wenn ich hier fertig bin wird das meinige nicht mehr existieren… Wenn ich Glück habe…

Sonnenstudio und Toaster in Einem


Die Kollegen der Verletzten sitzen währenddessen um einen Tisch und quatschen mit Skin… ähm Thomas J. Watts darüber, dass es wieder Waffen für die Cops geben muss und dass es langsam auffält in der Kriminalstatistik. Leeres Blabla, das uns nicht weiterbringt, weshalb ich es einfach mal Überspringe, wie den restlichen langweiligen Mist auch.

Und so endet nun unser Exkurs….

Nein, kleiner Scherz, so schnell erlöse ich euch nicht. Michael hat mittlerweile K.I.T.T.s Überbleibsel in seinen alten Chevy gebastelt und cruist mit ihm durch die Gegend. Langsam zwar, aber gut. Und der Autokumpel will auch sogleich in ein Drive-In fahren. Doch Michael muss seinen Partner enttäuschen, den Drive-Ins hat man abgeschafft. Warum wird aber nie erklärt. Auch nicht warum K.I.T.T. unbedingt James ‚Scotty‘ Doohan mit einem Verbrecher verwechseln muss. Naja, fünf Minuten Film sind dadurch wieder verstrichen und wir können uns wieder verwirrenden Zeiträumen zuwenden.

Ey Scotty, wolltest du nicht das Trinken aufgeben?


Erinnern wir uns kurz. Vor 10 Minuten wurde gesagt Shawn kann nur mit einer partiellen Transplantation grauer Masse in ihren Schädel überleben. Und die Foundation hat 30 Tage Zeit einen K.I.F.T.-Prototypen zu basteln. Mal angenommen das mit der Hirnverpflanzung könnte klappen. Wie lange ungefähr bräuchte man zu Genesung und der vollständigen Rückkehr des Haupthaares auf eine Länge bis zu den Schultern? Genau, 10 Minuten im Film und ca. zwei Tage in der Echtzeit des Films. So lange dauert es nämlich bis Shawn vor ihrer Chefin steht, sie runtersaut und kündigt. Und da tut sie nur um bei den Knights anzufangen. Dort kommt heraus, dass sie auch noch einen Chip im Schädel hat. Ist ja ne Standard-OP. Und logischerweise wird sie auch noch Michaels Partnerin und lernt somit auch K.I.T.T. kennen. Und nach einem kleinen Wortduell kommt dann heraus, dass die Schnellgenesende den Memorychip des Superautos im Kopf hat. Na, ist doch gar nicht so schwer jemanden mit den Bauteilen des Trans-Am zu finden. Und wenn es mit nem Chip klappt, dann doch auch mit den anderen Teilen. Denn ich mein, so nen Kerl mit Spoiler aufm Kopf oder Rädern an den Beinen sollte doch einfach zu finden sein. Während der folgenden Probefahrt spielt sich K.I.T.T. dann in einer Art und Weise auf, dass es kommt wie es kommen muss und MK, Shawn und das Auto werden angehalten. Von Shawns ehemaligem Partner um genau zu sein. Und da kommt es zum Flashback. Der zeigt aber nichts neues, nur wohin es wohl mit dem Film mal gehen könnte. Um dem nachzugehen (ja, hier geh so einiges) führt die nächste Spur zum Arzt, der transplantiert hat. Der will aber nicht mit der Sprache rausrücken. Woher also die im Kopf schlummernden Infos nehmen? Das Zauberwort heißt: Stimualtion! Und die beschafft der Tausendsasa K.I.T.T der neuen Partnerin. Und diese erinnert sich dann auch prompt an ihre Kollegen und Bruchstückhafte Ereignisse der Tatnacht.

Und jetzt ratet welcher Actionstar ich bin.


Logische Schlussfolgerung: Des Rätsels Lösung muss sich im Revier befinden. Also ersinnt man einen Plan um an das Begehrte zu kommen. Und der sieht so aus: Shawn macht sich auf den Weg ins Polizeipräsidium, während Michael eine Panne vorgibt und einen Polizisten um Starthilfe bittet. Durch das Verbinden der Kabel des Polizeiautos mit K.I.T.T. und der Mithilfe der Ex-Polizistin im Rechenzentrum der Cops ist es dem Wunderauto möglich alle Daten aus den Rechner zu laden. Macht nicht viel Sinn, aber den sucht man in diesem Film bisher ja ohnehin vergebens. Aber wenigstens ist es etwas das man bisher auch vergebens gesucht hat – eine Szene die den Film weitertreibt. Runtergeladen wurden nämlich die Akten aller, die am Vernichten der Schusswaffen beteiligt waren. Und wer das ist, das kann der findige Leser sehr schnell sagen: Alle, die am Roundtable saßen!

Unterdessen ist aber auch Devon mit seinem neuen Vorgesetzten nicht untätigt und macht eine kleine Spritztour im K.I.F.T. wobei einige Mängel am neuen Fahrzeug zu Tage treten. Hätt ich auch gleich sagen können, das fängt schon beim Aussehen an. Aber kurz danach kommt es zu einem weit größeren Desaster als der Demontage des Trans-Am und der Bevorzugung des roten Wichs… Flitzers wollt ich sagen. Devon Miles wird niedergeschlagen. Und als ob das noch nicht genug ist auch noch gekillt. Und zwar niemand Geringerem als Thomas J. Watts.

Mr. Mulder, was haben Sie dazu zu sagen?


Von diesem wissen mittlerweile auch Michael und Shawn, dass er seine kleine kühle Knast-Kryo-Kammer (boah, jetzt auch noch Alliterationen. Was für einen Stil ich heut wieder hab ist ja der Hammer!) verlassen durfte und befinden sich auf der Suche nach ihm. Denn mittlerweile wird den beiden klar, dass er ziemlich tief in dieser Sache mit drin steckt. Dieses Gefühl wird noch verstärkt, als plötzlich ein paar Polizisten in ihren Streifenwagen heranrasen und plötzlich Jagd auf K.I.T.T. und seine Insassen machen. Diese gipfelt darin, dass die drei über eine Pier direkt ins Meer rasen, was K.I.T.T.s Elektronik nicht ganz so gut tut. K.I.T.T. tot, Devon tot, HOFFnung tot?

K.I.T.T. ist im Grunde wieder reparabel, aber im Falle von Devons Tod ist Rache Blutwurst! Doch was macht Michael stattdessen? Er gibt auf und auch kein Flehen und Appelieren an seine Moral helfen da. Und damit sind Shawn und ihr Chef auf sich allein gestellt, was eher schlecht ist, weil die Beiden rein gar nichts auf die Reihe bekommen. Wahrscheinlich hat sich das auch MK gedacht und schleicht sich bei der Foundation ein um…. na, wer weiß es? Genau um K.I.T.T.s verbliebene Teile in den K.I.F.T. einzubauen. Oh heldenhafter Hasselhoff! Auch wenn das Auto scheiße aussieht, so kann dein guter alter Kumpel mal wieder ordentlich heizen. Und das wird dann auch sofort getan. Und zwar in Richtung eines Lagerhauses. Dorthin führt nämlich die neuste Spur des Trios K.I.T.T., Michael und Shawn, nachdem sie einige Zeit die ehemaligen Kollegen der jungen Blonden beschattet haben. Und mithilfe eines Tricks schafft man es dann auch den alten Partner aus der Halle zu locken um ihm dann entgegen zu treten. Doch aus der gewünschten Aussprache wird leider nix, weil Watts was dagegen hat und mit einem Scharfschützengewehr das Lebensende des nun Ex-Cops vorzeitig herbeiführt. Die Polizeichefin spielt den Fall herunter, indem sie sagt der getötete Beamte war der einzige Korrupte und wurde bereits von einem Polizeischützen ausgeschaltet. Dass anfangs gesagt wurde die Polizei besäße keine tödlichen Waffen mehr ist dabei von den Drehbuchschreibern einfach mal missachtet worden. Fällt ja ohnehin keinem mehr auf, weil keiner mehr durchblickt wann, wo und wer wir überhaupt gerade sind.

Und nächstes Jahr...


Mittels eines Tricks findet das ermittelnde Trio dann auch ganz schnell heraus, wer die Herzenswärme besaß, Watts aus seiner eisigen Zelle zu entlassen. Es war nämlich…. Trommelwirbel… der Bürgermeister. Dem wird aber die ganze Waffensache mittlerweile zu heiß und er will damit aufhören. Da Watts aber nicht möchte, wird das auch nicht getan. Glück für Michael und Konsorten, denn es bietet sich hier die einmalige Gelegenheit einer Polizeiaktion, um das ganze sündige Syndikat hochgehen zu lassen. Und zwar beim nächsten Waffendeal. Und so kommt es zu einer *hüstel* spannenden Verfolgungsjagd, während der die bösen Bullen die Guten mit Bazookas beschießen. Ist aber alles nur Fake wie K.I.T.T. schnell herausfindet. Und so geht es ab in Richtung der richtigen Lieferung.

Na Baby, wie wärs mit uns?


Dumm nur dass man sich nicht unbemerkt anschleichen – oder besser gesagt fahren – kann. Doch auch da hat das Wunderauto einen Trick bereit. Einer der wenigen Vorteile des K.I.F.T.-Chassis ist, dass es schwimmen kann. Und so geht es ab bis unter die Brücke, die in der Nähe des Einkaufszentrums liegt, in welchem der Deal stattfindet. Außerdem haben da die Macher dieses Films bestimmt schon einen neue Heimat gefunden. Wie dem auch sei, der Deal ist in vollem Gange, Michael und Shawn schleichen sich durch die Menge an die Geschäftspartner. Doch plötzlich entdeckt einer der leibwachenden Beamten seine Ex-Kollegin und feuert auf sie. Panik im Center und keine Freude bei den Waffenkäufern, die unverrichteter Dinge das Gebäude verlassen. Nun folgt eine Verfolgungsjagd, die wohl spannend sein soll (wenn man der schrecklichen Musik glauben darf), es aber zu keinem Zeitpunkt schafft. Sie endet damit, dass Watts über eine Brüstung stürzt und stirbt.
Das Ende ist nun schnell erzählt. Der Bürgermeister wird eingefroren, zufällig in der Zelle von Watts. Und zum Abschied dann noch der Ultragag:

„Ein alter Mann namens Manson soll noch entlassen werden. Wir müssen uns beeilen.“

Haha, ich lach mich tot. Naja, nicht lachen, aber es ist trotzdem wie sterben. Doch mit dem Abschied von Michael ist der Film nun auch vorbei.

Fazit:
Hui. Als Fan der Serie hat man schon ab und an das Bedürfnis ein paar Leute zu schlagen wegen dessen, was sie da verzapft haben. K.I.T.T. demontieren? Devon töten? Michael ein Barschzüchter? Keine dieser Fakten hatte auch nur irgend einen Sinn. Dann aber auch die ganze Machart des Films, die Logiklöcher (Schusswaffen und so), die komischen Zeitgefüge. All das hätte nicht sein müssen.
Nicht dass die Serie das Intelligenteste war, das im TV-Programm der 80er lief, aber so dämlich wie der Film an manchen Stellen war sie nie. Denn wenigstens The Hoff hatte die Möglichkeit nen lässig-coolen Spruch abzulassen. Und das ist eine weitere Sache die stört. Hasselhoff IST Michael Knight, er ist der Grund (neben dem Auto) warum die Serie so erfolgreich war, hat aber in diesem Film so viel Profil, wie K.I.T.T.s Reifen, nachdem er eine Vollbremsung gemacht hat.
Abschließend kann man sagen: Typischer Fernsehfilm, der am Erfolg der Serie anknüpfen wollte, dies aber dank verworrener, seltsamer und überaus langweilig erzählter Handlung absolut keine Chance hatte das Kult-Niveau der Vorlage zu erreichen. Aber weil David H. trotzdem eine coole Sau ist gibt’s von mit 3 von 10 Punkten. Und ein Foto mit mir und ihm zum Abschluss.

The Man! The Myth! The Hoff!