Filme für jeden Geschmack

Reviews

Sie sind die coolsten wenn sie cruisen! Oder doch nicht?

Die 80er Jahre. Jahrzehnt der Neonfarben, der NDW und der zeitlosen Fernsehserien. Diejenigen, welche in den 80ern und frühen 90ern ihre Kindheit und Jugend verlebten wuchsen mit den coolsten Helden EVER (!!!) in der Fernsehgeschichte auf. Ehemalige Soldaten, die sich als Söldner durchschlagen müssen, weil unehrenhaft entlassen für ein Verbrechen, das sie nicht begangen haben. Oder geniale Physiker-Agenten, die mit ihrem Taschenmesser die Welt retten. Oder aber moderne Kampfhubschrauber, Verbrechen lösende Stuntmen und und und. Doch einer erstrahlte in einer Coolness, die alle Frauenherzen schmelzen lies und in Männern den Neid auf sein üppiges Brusthaar hervorruf. Und natürlich das Auto, welches mit seiner KI selbst heute noch unvorstellbar genial ist. Die Rede von Mr. David H. persönlich, in der Serie geboren als Michael Long und nach der Pilotfolge jedem besser bekannt als Michael Knight – der Knight Rider!
Der Originalserie folgten zwei Ableger, namentlich „Team Knight Rider“ (nicht wirklich KR, aber schon ganz okay) und das Remake von 2008, das nach nur einer Staffel eingestellt wurde und welche hier, vom Piloten mal abgesehen, noch ungesehen im DVD-Regal steht.

Was viele aber nicht wissen ist, dass es Anfang der 90er Jahre auch einen Film mit der Serie als Hintergrund gab. Und zwar spielt dieser ein paar Jahre nachdem Michael Knight sich von der „Foundation für Rechts- und Verfassungsfragen“ trennte um (wie man im Laufe des Films erfährt) sein Leben als Barschzüchter verbringt, der gerne mal ein wenig an seinem alten Auto schraubt. Wir schreiben das Jahr 2000 (wir werden also utopisch). Daher auch der Titel des Machwerks:

Und die Welt hat sich verändert. Sehr sogar! In den großen Städten sind letale Waffen verboten und die Polizei hat deshalb ihre eingeschmolzen. Stattdessen feuert man mit betäubenden Ultraschallwaffen, um die Verbrecher nur zu betäuben, was allerdings ziemlich ultradämlich ist. Hätte man da nicht einen Schwall freedom nach dem man so lange gelooked hat abfeuern können und mit einem „Is everybody happy“ die Entwafnungen vornehmen? Außerdem hat der amerikanische Präsident soeben Frieden mit England geschlossen. Wieso wird nicht verraten, aber es ist anzunehmen, dass die Tommys ob der ziemlich… ähm unsinnigen Ultraschallwaffen gedacht haben den US of A wegen des verlorenen Krieges im 18. Jahrhundert mal so richtig in den Weltmachtsarsch zu treten. Aber das wichtigste im Y2k (um mal wieder die schlimmsten Phrasen der Spätneunziger auszugraben und es werden sicher noch weitere Folgen) ist der Ölpreis. Denn dank moderner Biotechnologie kann man Sprit auch synthetisch herstellen, weshalb der Preis für einen Barrel Rohöl auf 10 Cent gesunken ist. Ja, so wird’s im Jahre 2000 werden, wenn es nach den Machern des Films geht. Und wie wir alle wissen ist es ja auch so gekommen. Invers betrachtet.

Ach schönes Utopia. Und als ob diese Entwicklungen nicht schon gut genug wären, hat man endlich auch noch einen Weg gefunden, wie man die überfüllten Gefängnisse entlastet und gleichzeitig noch die Haushaltslöcher stopft. Und zwar indem man die Gefangenen in Kryostasiskammern einfriert und damit 5 Milliarden Dollar spart.Vielleicht sollte unsere Regierung sich das mal zu Herzen nehmen. So kann man Geld sparen und den Anstieg der Verbrechensrate unter Jugendlichen extrem senken. Der moderne Urlaub in Sibirien sozusagen. (Und was der Herr Sarazin machen würde wenn er von der Einfriermethode wüsste…). Und so sehen wir als erstes auch gleich einen Raum in diesem Frostgefängnis und werden Zeuge wie ein gewisser Thomas J. Watts aufgetaut wird. Warum? Wird nicht erklärt. Egal, wir machen einfach mal, wird schon nicht so schlimm sein, vielleicht soll er einfach nur mal Sonne tanken.
Und weiter geht’s auf einem Polizeirevier – nennen wir es einfach generisches Polizeirevier 911. In diesem werden wir Zeuge eines langen aber für den Film nicht wirklich relevanten Gespräches zweier Cops. Interessant ist aber, dass die Forderungen nach Unisex-Umkleiden für Polizisten hier gefruchtet zu haben scheinen.
Plötzlich und ohne Vorwarnung wechseln wir dann auch schon wieder den Schauplatz. Unsere beiden Cop-Freunde und ihre Kollegen befinden sich scheinbar auf einem Empfang, zum Schutze des Bürgermeisters wie sich kurz darauf herausstellt. Doch was passiert da vorm Haus? Während die blonde Polizistin, die wir schon im Revier kennenlernen durften, noch was aus dem Streifenwagen holt, nimmt ein maskierter Mann eine Waffe – und zwar letal – aus dem Handschuhfach seines Wagens und rennt in den Turm, in welchem gerade die Festivität stattfindet. Und um es schneller zu machen als der Film, der sich mit dieser Szene knapp 10 Minuten aufhält: Ja, der Mann stürmt rein und ja er knallt den Bürgermeister ab, weil die Gesetzeshüter sich gerade mit Chicken-Wings beschäftigen und recht spät reagieren. Und natürlich rennt er auch wieder raus (mit dem Vize des Meisters der Bürger als Geisel), wo er dann sogleich von der jungen Polizistin entwaffnet wird (mit Ultraschall natürlich). Verfolgen hat keinen Sinn, aber sie findet die Waffe des Täters und dem seltsamen Blick auf ihrem Gesicht kann man entnehmen, dass damit scheinbar irgendwas großes absolut nicht stimmt…

Oh meine Susi... Mist, falscher Film!

Szenenwechsel. Ja, die passieren hier sehr schnell und in Zeitabständen, die Einsteins Relativitätstheorie bestätigen. Denn hier sind sie besonders relativ. Meist relativ schnell vergangen in einer Weise, dass mehrere Wochen innerhalb eines Szenenwechsels abgehandelt werden, wobei kürzere Handlungsstränge länger dauern. Hab ihr nicht kapiert? Macht nix, ich auch nicht. Aber nun weiter im laufenden Text. Wir befinden uns an einem runden Tisch – ein Roundtable sozusagen. Nur dass hier keine seltsamen Filmnerds sitzen sondern der Bürgermeister (ehemals nur Vize) die Chefin der Polizeibehörde, der leitende Wissenschaftler der Knight Foundation und Devon Miles, britischer Kautz und Vorgesetzter von Michael Knight in der Serie. Die beiden Knights (hmmm, Knight heißt Ritter. Haben die was mit den Schokoladentypies zu tun?) stellen gerade ihr neues Auto vor: Den Knight Industries Four-Thousand.

Das Auto der Zukunft ...-kunft ...-kunft ...-kunft...

Interlude:
Kleines rumgenerde am Rande. Also, in der Original-Serie haben wir K.I.T.T. was für „Knight Industries Two-Thousand“ steht. K.I.T.T. ist die Erweiterte und wesentlich verbesserte Variante von K.A.R.R., was für „Knights Automatic Reacting Robot“ steht. Den Fakt, dass die Nummer drei nach K.I.T.T. Ausgelassen wurde und erst in der Neuauflage der Serie auftaucht lassen wir da mal einfach beiseite. Aber, wenn wir davon ausgehen, dass die Namen der Autos der Foundation aus den Anfangsbuchstaben der Wörter ihrer Bezeichnung bestehen müsste das neue Auto K.I.F.T. heißen. Eine Aufforderung an die Jugend? Oder ein versteckter Hinweis, wie man den restlichen Film übersteht (versteckt, weil man nur drauf kommt, wenn man ein wenig bescheuert ist und sich solche Gedanken macht)? Egal, macht hier ja ohnehin nix mehr aus.

Weiter im Programm.
Das Auto wird also vorgestellt, bzw. eine Animation der Karre. Wenn man sich an den schönen guten alten Trans-Am erinnert, dann wird man das neue Auto nicht sehr mögen. Zu glatt, zu wenige Kanten, zu rot. Aber das ist wohl eine Sache des Geschmacks. Aber der gute Alte K.I.T.T. gefällt mir nunmal am meisten. Und mein Geschmack ist gut. Den Rest denkt euch selbst. Wie dem auch sei. Es entbrennt eine heftige Diskussion ob es nun mehr Polizisten braucht und den Sinn der Foundation. Sehr schön auch die Antwort auf den Fakt, dass die Stadt (welche wird nie gesagt) eine der ersten war, die Handfeuerwaffen und Todesstrafe abgeschafft haben: „Das mag ja andersow möglich sein, aber nicht bei uns!“ Und das aus dem Mund eines Mannes von der Knight Foundation. Ja, die guten alten USA! Am Ende kommt es dann zu folgendem Beschluss: Die Foundation hat 30 Tage Zeit aus ihrem Autoteile-Bastelkasten einen Prototypen zusammenzukleistern und um so das Arrangement mit der Stadt weiter bestehen zulassen. Doch wie macht man das? Da ist guter Rat teuer und weil man kein Geld hat weicht man eben auf Michael Knight aus.

Wie damals in der Koje vom Truck...


Und so taucht er das erste mal im Film auf. The Man, the Myth, the Hoff!!! The one and only Mastermind of the 80’s. Aber, wer hätte das gedacht, Michael will nicht mehr zur Foundation und Devon muss mit einem Versprechen argumentieren, das Michael Long dem Gründer der Foundation, Wilton Knight, geben musste bevor er zu Michael Knight wurde. Wer die Szene in voller Herrlichkeit betrachten will, der greife zur ersten Box der DVD-Veröffentlichung und schaue sich die Pilotfolge an. An sein Versprechen erinnert kann Michael nicht anders: Er muss unter diesen Umständen natürliche helfen. Und da jubiliert der Nerd in mir. Endlich, endlich seh ich ihn wieder. Mein Traumauto aus Kindertagen – the one and only K.I.T.T.

Introducing: K.I.T.T.


Doch alles was von ihm noch übrig ist befindet sich in einem Umzugskarton. „Das Auto war keine Wertanlage, deshalb haben wir ihn zerlegt und die Einzelteile verkauft.“ So die Worte des Vorsitzenden der Foundation. Und Michael und Devon sind sauer. Und ich erst. K.I.T.T. keine Wertanlage? Ich kenne ne Menge Leute, die für dieses Auto töten würden. Oder ne Bank ausrauben. Aber es ist nicht mehr zu ändern. Der Trans-Am ist nicht mehr komplett.

Um ein wenig runterzukommen schauen wir mal was unsere Cop-Freunde gerade machen. Die Blonde, Shawn mit Namen (jo, das ist ne Frau), unterhält sich mit ihrem Partner und gibt ihm die gefundene Waffe. Eine alte Polizeiknarre, wie sie berichtet. Da hat der geneigt Zuschauer also seine Fähigkeiten in Overactor-Gesichtern zu lesen richtig angewandt.

Hmm, 50 Dollar klingt echt verlockend!


Der verspricht alles untersuchen zu lassen und verabschiedet sich. Shawn geht in ihre Wohnung und da geben die lieben Kollegen eine Überraschungsfeier zu ihrem Geburtstag. Hach ist das schön.
Weniger schön ist derweil Michaels Aufgabe mit seinem glühenden Kolben seinen alten Kumpe wieder zusammenzubasteln. Und so lötet er lustig herum und unterhält sich mit Devon. Was uns in der Handlung auch nicht weiterbringt. Aber dem Ende fünf Minuten näher.

Am nächsten Tag sehen wir dann Shawn auf Streife. Und da passiert ein Überfall, den die Gute beobachtet. Da fackelt sie nicht lange und nimmt die Verfolgung auf. Oder rennt vor der schrecklichen Synthiemucke weg. Suchts euch aus. Der Täter stürzt dann irgendwann und verliert seine Waffe. Eine 9mm Polizeiknifte, wie sich zeigt. Doch bevor die Gesetzeshüterin zur Festnahme schreiten kann, demaskiert sich der Täter und entpuppt sich als Täterin. Als Shawns Kollegin um genau zu sein. Und dann taucht auch noch der Täter von der Feier auf. Dieser wird übrigens von Mitch Pileggi gespielt, Direktor Skinner aus den X-Files. Und der schießt ihr mit AN DIE SCHLÄFE AUFGESETZER WAFFE in den Kopf.

Doch natürlich ist sie nicht tot. Der übrige Teil ihres Hirns lebt noch und so geht es schwupps in Krankenhaus. Und Chefin will unbedingt wissen wer das war und ordert somit an die Lebensrettung zu verschieben und ihr Gehirn auszulesen. Das allerdings bringt ihr keine Erkenntnisse und uns nur eine weiter echt langweilige Szene die es innerhalb von knapp 5 Minuten schafft nichts zu schaffen, außer den Film dem Ende näher zu bringen. Und im Endeffekt ordnet sie Polizeichefin dann auch an die junge Beamte sterben zu lassen, weil der Etat schon zu weit ausgeschöpft wurde und eine partielle Hirntransplantation nicht im Limit liegt Doch das will der behandelnde Onkel Doktor nicht einsehen und weil eine partielle Hirntransplantation heute ja ein Standardeingriff ist macht er sie trotzdem. Ich glaub ich brauch auch ne Hirntransplantation. Aber keine partielle, denn wenn ich hier fertig bin wird das meinige nicht mehr existieren… Wenn ich Glück habe…

Sonnenstudio und Toaster in Einem


Die Kollegen der Verletzten sitzen währenddessen um einen Tisch und quatschen mit Skin… ähm Thomas J. Watts darüber, dass es wieder Waffen für die Cops geben muss und dass es langsam auffält in der Kriminalstatistik. Leeres Blabla, das uns nicht weiterbringt, weshalb ich es einfach mal Überspringe, wie den restlichen langweiligen Mist auch.

Und so endet nun unser Exkurs….

Nein, kleiner Scherz, so schnell erlöse ich euch nicht. Michael hat mittlerweile K.I.T.T.s Überbleibsel in seinen alten Chevy gebastelt und cruist mit ihm durch die Gegend. Langsam zwar, aber gut. Und der Autokumpel will auch sogleich in ein Drive-In fahren. Doch Michael muss seinen Partner enttäuschen, den Drive-Ins hat man abgeschafft. Warum wird aber nie erklärt. Auch nicht warum K.I.T.T. unbedingt James ‚Scotty‘ Doohan mit einem Verbrecher verwechseln muss. Naja, fünf Minuten Film sind dadurch wieder verstrichen und wir können uns wieder verwirrenden Zeiträumen zuwenden.

Ey Scotty, wolltest du nicht das Trinken aufgeben?


Erinnern wir uns kurz. Vor 10 Minuten wurde gesagt Shawn kann nur mit einer partiellen Transplantation grauer Masse in ihren Schädel überleben. Und die Foundation hat 30 Tage Zeit einen K.I.F.T.-Prototypen zu basteln. Mal angenommen das mit der Hirnverpflanzung könnte klappen. Wie lange ungefähr bräuchte man zu Genesung und der vollständigen Rückkehr des Haupthaares auf eine Länge bis zu den Schultern? Genau, 10 Minuten im Film und ca. zwei Tage in der Echtzeit des Films. So lange dauert es nämlich bis Shawn vor ihrer Chefin steht, sie runtersaut und kündigt. Und da tut sie nur um bei den Knights anzufangen. Dort kommt heraus, dass sie auch noch einen Chip im Schädel hat. Ist ja ne Standard-OP. Und logischerweise wird sie auch noch Michaels Partnerin und lernt somit auch K.I.T.T. kennen. Und nach einem kleinen Wortduell kommt dann heraus, dass die Schnellgenesende den Memorychip des Superautos im Kopf hat. Na, ist doch gar nicht so schwer jemanden mit den Bauteilen des Trans-Am zu finden. Und wenn es mit nem Chip klappt, dann doch auch mit den anderen Teilen. Denn ich mein, so nen Kerl mit Spoiler aufm Kopf oder Rädern an den Beinen sollte doch einfach zu finden sein. Während der folgenden Probefahrt spielt sich K.I.T.T. dann in einer Art und Weise auf, dass es kommt wie es kommen muss und MK, Shawn und das Auto werden angehalten. Von Shawns ehemaligem Partner um genau zu sein. Und da kommt es zum Flashback. Der zeigt aber nichts neues, nur wohin es wohl mit dem Film mal gehen könnte. Um dem nachzugehen (ja, hier geh so einiges) führt die nächste Spur zum Arzt, der transplantiert hat. Der will aber nicht mit der Sprache rausrücken. Woher also die im Kopf schlummernden Infos nehmen? Das Zauberwort heißt: Stimualtion! Und die beschafft der Tausendsasa K.I.T.T der neuen Partnerin. Und diese erinnert sich dann auch prompt an ihre Kollegen und Bruchstückhafte Ereignisse der Tatnacht.

Und jetzt ratet welcher Actionstar ich bin.


Logische Schlussfolgerung: Des Rätsels Lösung muss sich im Revier befinden. Also ersinnt man einen Plan um an das Begehrte zu kommen. Und der sieht so aus: Shawn macht sich auf den Weg ins Polizeipräsidium, während Michael eine Panne vorgibt und einen Polizisten um Starthilfe bittet. Durch das Verbinden der Kabel des Polizeiautos mit K.I.T.T. und der Mithilfe der Ex-Polizistin im Rechenzentrum der Cops ist es dem Wunderauto möglich alle Daten aus den Rechner zu laden. Macht nicht viel Sinn, aber den sucht man in diesem Film bisher ja ohnehin vergebens. Aber wenigstens ist es etwas das man bisher auch vergebens gesucht hat – eine Szene die den Film weitertreibt. Runtergeladen wurden nämlich die Akten aller, die am Vernichten der Schusswaffen beteiligt waren. Und wer das ist, das kann der findige Leser sehr schnell sagen: Alle, die am Roundtable saßen!

Unterdessen ist aber auch Devon mit seinem neuen Vorgesetzten nicht untätigt und macht eine kleine Spritztour im K.I.F.T. wobei einige Mängel am neuen Fahrzeug zu Tage treten. Hätt ich auch gleich sagen können, das fängt schon beim Aussehen an. Aber kurz danach kommt es zu einem weit größeren Desaster als der Demontage des Trans-Am und der Bevorzugung des roten Wichs… Flitzers wollt ich sagen. Devon Miles wird niedergeschlagen. Und als ob das noch nicht genug ist auch noch gekillt. Und zwar niemand Geringerem als Thomas J. Watts.

Mr. Mulder, was haben Sie dazu zu sagen?


Von diesem wissen mittlerweile auch Michael und Shawn, dass er seine kleine kühle Knast-Kryo-Kammer (boah, jetzt auch noch Alliterationen. Was für einen Stil ich heut wieder hab ist ja der Hammer!) verlassen durfte und befinden sich auf der Suche nach ihm. Denn mittlerweile wird den beiden klar, dass er ziemlich tief in dieser Sache mit drin steckt. Dieses Gefühl wird noch verstärkt, als plötzlich ein paar Polizisten in ihren Streifenwagen heranrasen und plötzlich Jagd auf K.I.T.T. und seine Insassen machen. Diese gipfelt darin, dass die drei über eine Pier direkt ins Meer rasen, was K.I.T.T.s Elektronik nicht ganz so gut tut. K.I.T.T. tot, Devon tot, HOFFnung tot?

K.I.T.T. ist im Grunde wieder reparabel, aber im Falle von Devons Tod ist Rache Blutwurst! Doch was macht Michael stattdessen? Er gibt auf und auch kein Flehen und Appelieren an seine Moral helfen da. Und damit sind Shawn und ihr Chef auf sich allein gestellt, was eher schlecht ist, weil die Beiden rein gar nichts auf die Reihe bekommen. Wahrscheinlich hat sich das auch MK gedacht und schleicht sich bei der Foundation ein um…. na, wer weiß es? Genau um K.I.T.T.s verbliebene Teile in den K.I.F.T. einzubauen. Oh heldenhafter Hasselhoff! Auch wenn das Auto scheiße aussieht, so kann dein guter alter Kumpel mal wieder ordentlich heizen. Und das wird dann auch sofort getan. Und zwar in Richtung eines Lagerhauses. Dorthin führt nämlich die neuste Spur des Trios K.I.T.T., Michael und Shawn, nachdem sie einige Zeit die ehemaligen Kollegen der jungen Blonden beschattet haben. Und mithilfe eines Tricks schafft man es dann auch den alten Partner aus der Halle zu locken um ihm dann entgegen zu treten. Doch aus der gewünschten Aussprache wird leider nix, weil Watts was dagegen hat und mit einem Scharfschützengewehr das Lebensende des nun Ex-Cops vorzeitig herbeiführt. Die Polizeichefin spielt den Fall herunter, indem sie sagt der getötete Beamte war der einzige Korrupte und wurde bereits von einem Polizeischützen ausgeschaltet. Dass anfangs gesagt wurde die Polizei besäße keine tödlichen Waffen mehr ist dabei von den Drehbuchschreibern einfach mal missachtet worden. Fällt ja ohnehin keinem mehr auf, weil keiner mehr durchblickt wann, wo und wer wir überhaupt gerade sind.

Und nächstes Jahr...


Mittels eines Tricks findet das ermittelnde Trio dann auch ganz schnell heraus, wer die Herzenswärme besaß, Watts aus seiner eisigen Zelle zu entlassen. Es war nämlich…. Trommelwirbel… der Bürgermeister. Dem wird aber die ganze Waffensache mittlerweile zu heiß und er will damit aufhören. Da Watts aber nicht möchte, wird das auch nicht getan. Glück für Michael und Konsorten, denn es bietet sich hier die einmalige Gelegenheit einer Polizeiaktion, um das ganze sündige Syndikat hochgehen zu lassen. Und zwar beim nächsten Waffendeal. Und so kommt es zu einer *hüstel* spannenden Verfolgungsjagd, während der die bösen Bullen die Guten mit Bazookas beschießen. Ist aber alles nur Fake wie K.I.T.T. schnell herausfindet. Und so geht es ab in Richtung der richtigen Lieferung.

Na Baby, wie wärs mit uns?


Dumm nur dass man sich nicht unbemerkt anschleichen – oder besser gesagt fahren – kann. Doch auch da hat das Wunderauto einen Trick bereit. Einer der wenigen Vorteile des K.I.F.T.-Chassis ist, dass es schwimmen kann. Und so geht es ab bis unter die Brücke, die in der Nähe des Einkaufszentrums liegt, in welchem der Deal stattfindet. Außerdem haben da die Macher dieses Films bestimmt schon einen neue Heimat gefunden. Wie dem auch sei, der Deal ist in vollem Gange, Michael und Shawn schleichen sich durch die Menge an die Geschäftspartner. Doch plötzlich entdeckt einer der leibwachenden Beamten seine Ex-Kollegin und feuert auf sie. Panik im Center und keine Freude bei den Waffenkäufern, die unverrichteter Dinge das Gebäude verlassen. Nun folgt eine Verfolgungsjagd, die wohl spannend sein soll (wenn man der schrecklichen Musik glauben darf), es aber zu keinem Zeitpunkt schafft. Sie endet damit, dass Watts über eine Brüstung stürzt und stirbt.
Das Ende ist nun schnell erzählt. Der Bürgermeister wird eingefroren, zufällig in der Zelle von Watts. Und zum Abschied dann noch der Ultragag:

„Ein alter Mann namens Manson soll noch entlassen werden. Wir müssen uns beeilen.“

Haha, ich lach mich tot. Naja, nicht lachen, aber es ist trotzdem wie sterben. Doch mit dem Abschied von Michael ist der Film nun auch vorbei.

Fazit:
Hui. Als Fan der Serie hat man schon ab und an das Bedürfnis ein paar Leute zu schlagen wegen dessen, was sie da verzapft haben. K.I.T.T. demontieren? Devon töten? Michael ein Barschzüchter? Keine dieser Fakten hatte auch nur irgend einen Sinn. Dann aber auch die ganze Machart des Films, die Logiklöcher (Schusswaffen und so), die komischen Zeitgefüge. All das hätte nicht sein müssen.
Nicht dass die Serie das Intelligenteste war, das im TV-Programm der 80er lief, aber so dämlich wie der Film an manchen Stellen war sie nie. Denn wenigstens The Hoff hatte die Möglichkeit nen lässig-coolen Spruch abzulassen. Und das ist eine weitere Sache die stört. Hasselhoff IST Michael Knight, er ist der Grund (neben dem Auto) warum die Serie so erfolgreich war, hat aber in diesem Film so viel Profil, wie K.I.T.T.s Reifen, nachdem er eine Vollbremsung gemacht hat.
Abschließend kann man sagen: Typischer Fernsehfilm, der am Erfolg der Serie anknüpfen wollte, dies aber dank verworrener, seltsamer und überaus langweilig erzählter Handlung absolut keine Chance hatte das Kult-Niveau der Vorlage zu erreichen. Aber weil David H. trotzdem eine coole Sau ist gibt’s von mit 3 von 10 Punkten. Und ein Foto mit mir und ihm zum Abschluss.

The Man! The Myth! The Hoff!


Und weiter im Text

Oder besser: Weiter mit Text! Und zwar mit der neuen Roundtablerunde (siehe hier). Diese steht unter dem Motto: „Brumm Brumm: Autorennfilme“.

Klar, das Motto mag platter klingen als die Opfer, die in den Filmen überfahren werden, aber wir sind ja nicht auf gute Mottos angewiesen. Außerdem haben das viele der Filme gar nicht verdient. Und damit wären wir auch beim nächsten Punkt der Ankündigung – den Filmen.

Die Auswahl ist mal wieder vortrefflich, als da bisher wären:
„Speed Racer“, „Velocity“, „Redline“, „The Fast and the Furious“-Vergleichsreview: Original vs. Remake, „2 Fast 2 Furious“, „C’était un rendez-vous“, „Banshee – Extreme Fast, Extreme Furious!“, „Christine“, sowie meine Parts „Knight Rider 2000“ und „Ferdinand fährt Ferrari“.

Was das werden soll? Jede Menge Spaß. Also, in den nächsten Wochen immer mal wieder reinschauen, es wird spaßig!


Abt. Hänschen Klein, ging allein….

…oder doch eher „Heintjen Klein, ging allein“. Denn des Schwiegervaters Alb- und der Schwiegermutter Wunschtraum von einem Jungen für die werte Tochter (oder des Sohnes, so sie denn liberal genug sind) hat Zelle 9 verlassen und rumpelt durch Hamburg. Aber der Reihe nach.

Nein, ich glaube der Titel lügt!

Zuersteinmal fährt der singende Holländerknabe mit dem Fahrrad (siehe Herkunft) und einem lustigen Lied auf den Lippen durch das heimatliche Städtchen und liefert Blumen aus. Und während er seinen Hit (*hust*) „Das ist für die Großen da“ schmalzschmettert wird mir langsam bewusst, auf welchen Wahnsinn ich mich da eingelassen habe. Nun muss ich da aber durch, also schnell Schmalztöpfe aufgestellt, fliehen kann ich ja nicht mehr. Und während ich meinem Heime entfliehen will, radelt der Sängerbub seinem eigenen entgegen. Und da auf der Brücke, die er passieren muss, ein paar Kinder in seinem Alter mit einem Fußball rumkicken, kommt natürlich was kommen muss und das Rad des Holländers fällt. Und mit ihm sein Besitzer (aber die haben Gerüchteweise ja ohnehin genug davon). Und als ob das nicht genug wäre fällt auch noch die Aktentasche mit den Moneten seiner Mutter, die er zur Post bringen soll um sie einzuzahlen, ins Wasser des Flusses unter der Brücke. Aber was so ein ganzer Kerl ist, der gibt seinem besten Freund die Sandalen und stürzt sich von der Brücke in die Fluten um der Ledertasche zu folgen und um die hartverdiente Knete der Mutter zu retten. Am Ufer kommt dann auch noch der beste Freund (Walther Borngräber ist sein Name, wie das beklagenswerte Opf…. ähm ich meine natürlich der der geneigte Zuschauer bald noch erfahren soll) um ihm aus den Fluten zu helfen. Da das Geld nun nass ist (und unser aller Held dazu) geht’s erstmal ab nach Hause oder besser in Muttis Blumenladen. Tjaja, den Frau Fleming (Heintje heißt im Film dementsprechend Heintje Fleming) ist die nette Dame, deren eingegangene Bestellungen Heintje vorhin ausgefahren hat. Schnell ab ins Hinterzimmer, wo ein Föhn liegt den man zum Trocknen der Geldscheine nutzen kann. Auf die Frage seiner Mutter, warum er denn so nass sei, antwortet er, es sei zu warm gewesen und er brauchte ne Abkühlung. Hätte er auch einfacher haben können, denn er läuft im GESAMTEN Film im HOCHSOMMER in LANGER Jeans und ROLLKRAGENPULLOVER herum. Aber wer weiß, ist vielleicht besser so…

Während der Sohn nun damit beschäftigt ist das Geld der Mutter zu trocknen, erhält selbige Besuch vom Vermieter. Und was der ihr sagt ist schon irgendwie grenzwertig. Hier mal ein kurzer Ausschnitt des Gesprächs:

Herr Kleinschmidt in da House!

M: „Nanu Herr Kleinschmidt.“
V: „Tach Frau Fleming.“
M: „Na das ist ja ein seltener Besuch.“
V: „Ja, ich habe auch keinen Grund hier öfter zu kommen. [Jup, Original aus dem Film, da hab ich nix vergessen] Früher war das anders. Als ich mir noch gewisse Hoffnungen gemacht habe.“
M : „Herr Kleinschmidt, ich konnte nicht anders. Sie müssen verstehen. Da ist der Junge und …“
V: „Geben Sie sich keine Mühe, der Junge wär kein Grund gewesen, wenn Sie mich nur ein bisschen gern gehabt hätten. …“

Okay, da ist doch alles klar…

Und dann lässt der Herr Kleinschmidt auch noch die Katze aus dem Sack und kündigt Heintjes Mama. Schock! Und auch das Geld – mittlerweile wieder in trockenem Zustand – kann den Vermieter nicht davon Abhalten. Das Gebäude ist nämlich verkauft und soll abgerissen werden. Da haben unser Rolli-Träger und seine Mutti nun echt ein Problem. Da will der kleine Sängerknabe sogar sein Ferienlager sausen lassen und die 200 DM (die älteren werden sich erinnern) der Mamutsch geben. Fürs neue Geschäft und so. Aber die gute Mutti meint, dass er die vier Wochen Dänemark (was ein Preis für vier Wochen Ferienlager) auf jeden Falle mitmachen und aus diesem Grunde jetzt seinen Campingbeutel packen. Also ab auf den Dachboden.

Der Beutel liegt dann komischer Weise auf einem Schrank. Ähm, ja, sehr sinnig. Und da neben dem Gepäckstück eine Kiste steht und Heintje zieht und zerrt(muss er wohl noch wachsen, der kleine), kommt es wie es kommen muss und das Kästchen fällt runter. Und in diesem befinden sich Zeitungsausschnitte vom Vater, der sich von der Mutter hat scheiden lassen und der den Bub nie besucht hat.

Aber das sind nicht meine Pornobilder Mama!

Die Mutti erzählt dem Sohnemann, dass der Papi als bekannter und weltberühmter Rennfahrer (!!!), immer wieder ohne die Familie unterwegs war. Und unser bester Freund Heini vermutet dass es eventuell andere Frauen waren. Nö, waren es nicht, aber trotzdem will die Mutti nicht drüber reden. „Warum habt ihr euch scheiden lassen? Du kannst es mir ruhig sagen. Was meinst du, worüber wir in der Schule alles reden.“ (Ich WILL es mir gar nicht vorstellen…) Aber Mutti rückt einfach nicht mit der Sprache raus. Allerdings ist sie so unvorsichtig zu erzählen, dass der ehemalige Gatte heutzutage in Hamburg lebt. Fail, wie sich später noch rausstellen wird.

Nach diesem Gespräch mit seiner Erziehungsberechtigten geht’s erstmal ab zu seinem guten Kumpel Walther Borngräber, genauer gesagt zur Autowerkstatt von dessen Vater, wo er dann auch sogleich vom Inhaber Dr. Dr. Borngräber (mal ehrlich, welcher Automechaniker rennt den ganzen Tag in eine weißen Kittel rum?) begrüßt wird. Aber ein langes Schwätzchen wird es nicht, weil Heintje seinem Kumpel sofort einen Wahnsinnsplan mitteilen muss. Und zwar hat er, ohne es der Mutter zu erzählen, die Ferienreise storniert und will mit den 200 Mark gen Hamburch fahren um dem Vater das Leid zu klagen. Und damit die Mutter daheim nichts merkt, gibt er Wather schon ausgefüllte Postkarten mit, die dieser dann wöchentlich abschicken soll. Ob das klappt? Wir werden es sehen…

Nun wird’s für Heintje aber endlich Zeit seine Tasche zu packen. Zu dieser Gelegenheit sagt er dann der Mutti, dass er sie lieb hat. Und während ich aus diesem Grund die Schmalztiegel austauschen muss, kommt Frau Fleming dieser Satz Spanisch vor. Egal, es muss gepackt werden. Man wird dabei jedoch von einem Klopfen an der Tür gestört. Wer kann das nur sein? Dr. Dr. Bonhöfer, der ne Inspektion machen will? Oder doch Herr Kleinschmidt, der nochmal mit der Mutter unter vier Augen „reden“ will? Weder noch, vor der Türen stehen die Kommunisten! Aber keine Angst, die Rote Armee hat nicht schnell die DDR hinter sich gelassen und versucht an den Atlantik vorzustoßen, nein die Don Kosaken stehen auf der Matte, weil ihr Tourbus stehen geblieben ist. Leider könne man nicht helfen, doch da schreitet unser jugendlicher Held ein und schlägt den Borngräberrschen Autoreparierdienst vor.

Meine Mama hat mein Unterhemd so schön gewaschen.

Der Werksattinhaber hat sodann auch nix dagegen. Aber da es so spät ist und wir uns hier eine Schlagerschmonzette anschauen, sollen die Kosaken ein Ständchen bringen. Und so wird bei der Businstandsetzung (der Herr Borngräber schraubt im Motorraum mit ner Zigarette im Mund rum, wenn das mal nicht ne coole Sau ist, dann weiß ich auch nicht) lustig von der Leber der Evergreen „Kalinka“ geschmettert. Wenigstens singt der Hauptdarsteller hier nicht mit, denk ich so, worauf hin er dann alle meine Hoffnungen vernichtet und als Leadsinger des Kosakenchores fungiert. Glücklicher Weise ist der Bus dann aber wieder in Schuss und die Singerei hat ein Ende. Der Chorleiter Serge Jaroff gewährt Heintje einen Gefallen, so sie sich eines Tages wiedersehen (hätten die das nicht als Spoiler markieren können???)

Tags darauf geht es dann endlich ab ins Ferienlager (*hust*) und damit die Mutter auch weiter in diesem Glauben bleibt, holt der Holländerknabe seinen Freund Walther zu Hause ab, macht sich dann aber auf den Weg nach Hamburch-City.

Von der Zeitung abgelenkt, hat der Killer den Einsatz verpasst.

Und was ist dort das erste Ziel? Klar, des Vater Häuschen. Ein Nachbar erzählt Heintje dann aber, dass der Vater nun woanders wohne. Und so ist die zweite Station des Reisenden ein Mietshaus in einem anderen Viertel. Mietshaus? Joa, der berühmte Rennfahrer wohnt in einem eben solchen (Matghildenstraße 12a in Nordestett, falls es wen interessiert). Und da wohnt dann auch noch ein nerviges kleines Mädchen, das lacht wie Sam Hawkins. Ich „mag“ ja nervige kleine Kinder in Filmen… Aber das ist ja gerade nicht Thema. Wohl aber, dass Heintjes Erzeuger gerade nicht daheim ist. Wo kann ein weltberühmter Rennfahrer nur sein??? Grübel, grübel? Na klar doch, auf der Rennstrecke! Aber nicht auf irgendeiner, nein, auf einer Veranstaltung der „Hell Drivers“ getarnt unter dem Namen „Knut aus Dänemark“. Doch dann passiert ein gar grausiger Unfall, als Knut (verdammter Eisenbär!) versucht ein paar parkende Autos zu überspringen. Und wo ein berühmter (*hust*) Rennfahrer einen Crash hat, da ist auch die Presse nicht weit, hier in Form von ein paar grenzdebilen Fotojournalisten, die unbedingt ein Bild vom Verletzten haben wollen.

Mein Objektiv ist länger als deins!

Und was hat der Heintje zu tun? Na petzen natürlich. So einen hätten wir damals auf der Schule verhauen. Aber ganz arg! Doch der Möchtegern-Held wird von seinem Papa gelobt! (Wobei er sich noch nicht zu erkennen gibt…). Aus dank wird er auch noch ein Stück im Wagen mitgenommen.

Und zwar direkt zu Papas Wohnung (er will nämlich statt Geld ein Autogramm… Ja nee, is klar!).Diese ist im Grunde das oberste Stockwerk des Hauses (also scheint er doch ein wenig Geld zu haben. In der Wohnung siehts aus wie Schwein und Heintjes Erzeuger regt sich darüber auf, dass ja die Putzfrau hätte kommen sollen. Die hat aber wegen seiner Launen gekündigt. Und weil sie in der Küche nicht singen soll. Der holländische Musterknabe springt dann quasi sofort ein und wäscht einfach mal so ab. Und als hätte der geneigte Zuschauer es nicht geahnt – er singt…(sinnvoller Weise ein Liebeslied). Leider bleibt der erwartete Ausbruch des Vater deswegen aus. Schade eigentlich. Fertig geputzt is. Aber das Autogramm gibt’s nich, weil ein wichtiger Sponsor anruft. Deshalb soll er nochmal wiederkommen. Letzteres hätte ich wohl nicht angeboten…

Und so bleibt dem Helden der Story (*hust*) nix anderes über, als durch Hamburg zu schländern. Denn da gibt’s nen Problem. Einen Schlafplatz hat der Junge nicht.

Sollte ich vielleicht doch Gesangsunterricht nehmen?

Und zu guter letzt verliert er auch noch seine Geldbörse. Uiuiui, was kommt da nur auf ihn zu? Wir werden es (leider) bald erfahren. Doch noch hat er nix gemerkt. Also los zur „Familienpension Fortuna“. Ob diese ihm wohl hold sein wird? Nein, wie wir in einem Dialog erfahren, der so an underacting leidet, dass man es nicht in Worte fassen kann. Es ist einfach zu teuer.

Auf dem Weg nach unten hört man grässliches Violinengespiel und die Anwohner beschweren sich lautstark (zu Recht). Natürlich findet das Heintje unglaublich gemein (zu Unrecht). Also, runter zu dem alten Mann der da fidelt und seinem Begleiter, einem Hund. Unter schlechten Musikern steht man sich ja bei und somit, will unser lustiger Bub ein wenig Moneten locker machen. Is nich, weil ja Geldbeutel weg. Doch der kleine Hund (Miki geheißen) ist so ein guter Schnüffler, dass er mittels am Taschentuch von H. riechen den Holländer und seinen Herren (der mit osteuropäischem Akzent spricht, winkwink, ZaunspfahlZaunspfahl) zum Gelde führt. Und aus Dank hilft er dem alten Russen. Und wie? Mit Gesang. Also dann, bis nach dem nächsten Lied. Ich hol neue Schmalztöpfe…

Immernoch da? Okay, dann also weiter. Mit dem verdienten Geld geht’s zum Alten nach Haus. Einem Schrebergarten mit Laube, ach nein, Datsche heißt das ja. Hat dir deine Mutter nie was von wegen nicht mit Fremden mitgehen und so? Da wird dann erstmal gekocht und ne Runde gepennt.

Szenenwechsel (nein, kein gut gemachter, sondern ein billiger Schnitt). Papa testet seine neue Karre auf der Rennstrecke. Das Auto ist schon ganz gut aber der Cheffe will irgendwie die neue Radaufhängung, die Vatern entworfen hat nicht einbauen. Und fahren lässt er ihn auch nicht mehr. Obwohl er doch so gut fährt und nur ein paar Autos zu klump gefahren hat (und die Rumhurerei, die Trunksucht, die Gelage undundund..). Gemeinheit ist das!

Tags darauf ist dann Heintje wieder auf dem Weg zum lang vermissten Vater. Und trifft auf das kleine Mädchen (das sich scheinbar ein wenig in den Holländer verknallt ist. Warum auch immer.) Sein Autogramm will er haben. Nun denn, suchen wir mal nen schönes Foto. Und da Heintje sich ja nicht zu erkennen geben will, nennt er sich Walther Borngräber. Mittels eines Privatfotos spricht er Papa auch noch ins Gewissen. Und bei einem Pläuschchen tritt dann auch noch die Neue auf den Plan. Was tun?

Also erstmal mit dem russischen Genossen eine Runde singen (ja, die Szenenwechsel sind seltsam). Warum die Leute dabei klatschen ist mir allerdings rätselhaft. Und beim Vorbeigehen an einen Plakat der Don Kosaken erzählt der alte Mann dann, dass er selbst mal einer war, aber wegen eines Streites mit dem Dirigenten der Truppe gegangen ist. Aber einmal würde er sie gern noch hören (Nachtigall, ich hör dir trapsen.) Und da der Alte nicht zum Chor will, muss der Chor zum Alten.

Und so geschieht es, dass der Wecker am nächsten Morgen aus einer kommunistischen Sängergruppe besteht. Und so wird die Schrebergartenkollonie von einem russischen Chor gestört. Ist sowas denn laut „Schrebergartengesetz“ erlaubt? Scheinbar ja. Und dann singt auch noch der Oranjebursche mit. Ein Morgen wie er im Buche steht. Im Strafgesetzbuch.

Währenddessen im schönen Rheinland. Mutti spricht mit Dr. Dr. Borngräber. Und da passiert es. Heintjes Lüge fällt, wegen schlechten Wetters in Dänemark aus. Tja, „Epic Fail!“ würd ich da mal sagen.

Zur gleichen Zeit in Hamburch tüfteln Vater und Manager an ein paar Autoteilen herum. Die Freundin packt dann auch schon die Koffer für eine Reise. Und süfft die ganzen Alkoholreserven aus. Und bei der Planung des Ausflugs ruft dann die Polizei an. Walther Borngräber (also Heintje) wurde festgenommen. Und da muss natürlich geholfen werden. Denn der Junge scheint ihm Glück zu bringen. Wie er darauf kommt, frag ich mich allerdings. Der Rennfahrer nimmt dann Hein… ne Walther, der ja eigentlich… – ach ihr wisst schon wen ich meine – mit zu sich. Allerdings erst eine rührende (*hust*) später.

Auf dem Wege nach Hause nimmt sich der Erzeuger seinen Sohn dann mal ordentlich zur Brust. Aber bevor es Schimpfe gibt taucht ein Rennfahrerkollege auf und vermittelt dem verhinderten Bolidenpiloten einen Fahrerjob. Am Nürburgring. Und Heintje kommt mit. Als Maskottchen. Und beide Fakten schmecken Silvia, der neuen Freundin, gar nicht. Und während der Reparatur des Autos ist der Bube so frech auch noch einen Ölkanister so zu positionieren, dass Silvia ihr schönes Kleid versaut. Sauerei, aber die erst coole Aktion, die der Junge im gesamten Film gerissen hat (und es kommt auch keine mehr dazu, soviel sei schon verraten).

Morgens beim Post holen dann die schreckliche Begebenheit. Heintje bekommt einen Brief vom echten Walther. Und Papas Neue ist nicht so doof, wie sie scheiße aussieht, was sie befähigt Heintje mittels eines Tricks zu entlarven. Und bei einer wüsten Verfolgungsjagd (*hust*) – sie hat seinen Ausweis geklaut und will diesen dem Vater zeigen – passiert es. Heintje wird von einem Auto erfasst. Doch leider sind genug Passanten da und der Rettungswagen kommt rechtzeitg. Schade eigentlich. Und da erfährt auch endlich der Vater, dass da auf der Straße kein Walther, sondern sein Sohn liegt…

Im Krankenhaus ruft Herr Fleming dann seien Ex-Frau an, die geschockt sofort zu ihrem Sohn fährt. Und dann auch scbon die schockierende Nachricht: Verdacht auf Schädelbruch. Naja, bei dem Kastraten-Gesang ist ein Verdacht auf Stimmbruch auch sicher ausgeschlossen. Und in einem letzten Moment des Wachseins fragt der Sohn seinen Vater: „Das Rennen. Du fährst doch?“ Eigentlich will er ja nicht. „Aber ich tus, für den Jungen.“ Na Prost Mahlzeit, sag ich da. Und während die Mutter mittlerweile bei ihrem Sohnemann ist (hat der Vater eigentlich nie gemerkt, dass ER KEIN Holländer ist, so wie der Junge???), dieser erwacht und nach eine Radio verlangt um das Rennen zu hören, gewinnt Herr Fleming das Rennen. Wer hätte das gedacht. Also auf zum Krankenhaus und die Familie vereint. Und nun bin auch ich befreit. Von dieser Qual.. Denn der Film ist aus (leider mit einem Lied).

Fazit:
Puh. War das ne schwere Geburt. Technischen Störungen zum trotz hat dieses, mein erstes Review in dieser Form ever, nun doch das Licht der Welt erblickt. Und was das für ein Film war. Ich und meine große Klappe. Dem Aufruf des guten Doc Acula folgend, dass ein paar Bekloppte gesucht werden, die sich einen solchen Schmonzes antun und darüber berichten, habe ich nichts ahnend gesagt, jo. Und damit kam ich zu diesem Film. Ich hab mir die Zelluloidverschwendung „Heintje – Ein Herz geht auf Reisen“ in Kindertagen reingezogen (ja, ich hatte immer irgendwie einen Hang zum schlechten Geschmack), aber das es eine SOLCHE Qual wird, das hab ich nicht erwartet. Schauspielerei auf einem Niveau, dass so unterirdisch ist, das es im Erdkern verglüht, Lieder, bei denen sich die Fußnägel vor Angst rollen und die wohl größte Musikerplage aus Holland. Das hat mir echt den Rest gegeben. Und so verschwindet die DVD-Box (in der auch der eben genannte andere Heintjefilm enthalten ist), wandert in die dunkelste Ecke des Filmregals. Meine Wertung:

1 von 10

Crazy Eddie

NACHTRAG:
Wie ich eben gemerkt habe, habe ich einen wichtigen Screenshot vergessen, den ich euch nicht vorenthalten kann. Aber erst zur Vorgeschichte:
Das Review stand unter keinem guten Stern, denn mein Rechner wollte nicht wie ich wolle und so brauchte das Review vier Wochen länger als geplant. Und da ich keine Screenshots machen konnte, kam am Orte, an dem die Idee zum ganze Roundtable-Wahnsinn geboren wurde, der Vorschlag ich solle doch die Screenshots malen. Also tat ich das natürlich und das Ergebnis ist folgendes:

Realistisch, oder?